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Philipp Melanchthon (1497-1560)

Luthers engster Vertrauter

Luthers engster Vertrauter muss selbstverständlich in der Lage gewesen sein, mit seinen Gedanken mithalten zu können. Es kommt also nicht verwunderlich, dass eben dieser bereits mit zwölf Jahren anfing zu studierten und das in einer Vielzahl von Professuren –Astronomie, Musik, Arithmetik und Geometrie, um einige zu nennen.

Philipp Melanchthon kam am 16. Februar 1497 in Bretten in der Nähe von Karlsruhe zur Welt. Und im Anschluss an sein Studium in Tübingen kam er, Professor der griechischen Sprache, 1518 nach Wittenberg. Dort lernte er Luther kennen.

„Luther erlebte ich das erste Mal 1518 bei einer Disputation an der Universität Heidelberg. Seine 95 Thesen und seine reformatorischen Gedanken weckten bei mir sofort Interesse. Zwischen Martin und mir entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Stundenlang konnten wir zusammensitzen und diskutieren. Luther unterrichtete mich in der reformatorischen Theologie. Ich hingegen vermittelte ihm die griechische Sprache. Schließlich konnte ich Luther davon überzeugen, die Bibel in ein für das Volk verständliches Deutsch zu übersetzen. Meine Ehe habe ich ihm übrigens auch zu verdanken. Von der Idee zu heiraten, war ich anfangs nicht sonderlich begeistert. Denn wer eine Familie hat, kann sich weniger ums Studieren kümmern. Luther konnte beides sehr gut – Studieren und Feiern. An eine Situation erinnere ich mich noch genau. Ich arbeitete am Schreibpult, als Luther hereinkam, mir die Feder aus der Hand nahm und sagte: ‚Man kann Gott nicht allein mit Arbeit, sondern auch mit Feiern und Ruhen dienen’. Aber auch Martin war ein harter Arbeiter. Wenn er einen Gedanken verfolgte oder an etwas schrieb, nahm er fast nichts zu sich, außer etwas Brot mit Salz und ein wenig Bier. Anstrengungen machen gesund und stark, sagte er dann."

Philipp Melanchthon wurde zu Luthers wichtigstem Mitarbeiter. Er vertrat Luther in vielen Angelegenheiten, so beispielsweise 1530 auf dem Reichstag zu Augsburg, da Luther wegen des über ihn verhängten Banns Kursachsen nicht verlassen konnte. Nach Luthers Tod wurde Melanchthon zum Wortführer der Reformation. Am 19. April 1560 verstarb er in Wittenberg, wo er in der Schlosskirche neben Martin Luther seine letzte Ruhestätte fand.

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